Samstag, 3. Dezember 2011

zweiundvierzig.

Es ist 23:00 Uhr nachts. Ich vermisse dich und denke über mein Leben nach. Was das alles noch ist und bringt?
In der Stadt werden Lichterketten in die Bäume gehängt, der Duft des Weihnachtsmarktes steigt einem schon von weitem in die Nase und selbst in der Schule beginnen alle damit, über Weihnachten, ihre Geschenke und Familien zu reden. Ich sitze daneben. Höre euch zu und beneide euch. Gerne würde ich Weihnachten genauso lieben wie ihr es tut. Aber nein. Ich hasse Weihnachten. Bei uns ist es doch nur Getue. Falsche Friedefreude Eierkuchen. An solchen Tagen halte ich die gespielte Super Stimmung in der Familie kaum aus. Bin kurz davor auszubrechen. Aber nein. Ich bleibe am spärlich beschmückten Weihnachtsbaum sitzen, reiße mich zusammen und tue so als wäre alles perfekt.
Lächerlich. Mein Geschenk habe ich jetzt schon und ein Adventskalender gabs erst gar nicht, mit den Worten 'das ich ihn ja eh nicht essen würde und ja abnehmen wolle.' Da ist es euch dann auch mal egal, wenn ich Tage einfach gar nix esse. Ja ihr seid klasse Eltern. Du Familientherapeutin, hahahaha als wenn, und er sowieso der unschlagbare super-dad. Wie ich ich kaputt gehe, wollt ihr gar nicht sehen. Ich könnte euch meine Narben unter diese Nase zeigen, euch sagen das ich mich ritze und ihr würdet sagen, das man solche Phasen in der Pubertät mal hat. Pubertät?! Das geht doch mein ganzes Leben hier schon so! Ihr wisst es, ihr wisst es ganz genau! Und interessiert es euch? Nein, ich interessier euch n scheiß! Arrogant, faul, hinterhältig, falsch, penetrant und scheiße, ja danke ich weiß wie toll ich bin. Danke mom und dad, ich liebe euch auch.

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